Neuseeländer zahlt Angestellten zehn Dollar pro Tag zusätzlich, wenn sie mit dem Fahrrad kommen

Weil er selbst gern Fahrrad fährt und daran glaubt, dass Menschen durch sportliche Aktivität effizienter arbeiten, hat Tim Chesney, Leiter einer Werbeagentur in Christchurch, Neuseeland eine spezielle Aktion für seine Mitarbeiter entwickelt. Diese macht nun weltweit Schlagzeilen.

„Ich selbst bin ein begeisterter Radfahrer, und Bargeld ist eindeutig der beste Anreiz“, so Chesney, der seine Idee damit auf den Punkt bringt: Chesney ist überzeugt, dass das Radfahren am Morgen Auswirkungen auf die Arbeitsleistung hat. Zugleich nützt es der Umwelt. Als Arbeitgeber möchte er das Pendeln mit dem Rad subventionieren, – und seine Angestellten entlohnen, wenn sie mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen.

edward-manson-84261-unsplash.jpg
Foto: Edward Manson / unsplash.com

Einmal mit dem Fahrrad ins Büro der Werbeagentur und nach getaner Arbeit wieder zurück. Das sind zusätzliche fünf Dollar pro Tag. Wer die Radl-Routine länger als ein halbes Jahr lang durchhält, bekommt sogar zehn Dollar am Tag. Der Bonus wird am Ende des Jahres ausgezahlt.

BIS ZU 2.500 DOLLAR IM JAHR MEHR VERDIENEN

Seine sechs Mitarbeiter waren anfangs wenig begeistert von der Idee, denn in der Werbeagentur gibt es keine Duschen. Aber schließlich konnten fünf der sechs dem Geld nicht widerstehen. Denn für 250 Arbeitstage im Jahr radeln sind das 2.500 Dollar mehr.

„Bisher macht es Spaß“, sagt Entwickler Elliot Gilmore. Während es eine Herausforderung ist, sich von der sportlichen Anstrengung im Büro zu erholen, „muss ich trotzdem etwas für meine Gesundheit tun, und das ist besser als eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio.“ Gilmore fährt morgens durch einen Park, sieht Leute, die Enten füttern oder Bücher lesen. „Das ist etwas anderes als nur darauf zu warten, dass die Ampeln grün werden. Es macht etwas mit Deiner Lebensqualität.“

Tim Chesney aus Neuseeland zahlt seinen Mitarbeitern Geld fürs radeln
Elliot Gilmore und Tim Chesney / Foto: Joseph Johnson / Stuff

Christchurch rühmt sich mit der Stadt mit den meisten Radfahrern in Neuseeland. Es gibt bereits ein Streckennetz von 13 Radwegen, weitere sollen folgen.

 

Werbeanzeigen

Diese portugiesischen Teppiche aus gewebter Korkeiche erobern das Parkett

Einer der wichtigsten Rohstoffe Portugals ist Kork. Das natürliche und nachhaltige Material wächst vor allem im südlichen Portugal und kommt traditionell in vielen verschiedenen Bereichen zum Einsatz. Kork wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen, die außer viel Licht und warmen Temperaturen nicht viel zum Leben braucht und so im Süden Europas wie von selbst wächst und gedeiht. Ein Baum liefert im Laufe seines Lebens zwischen 100 und 200 Kilogramm Kork, der als dicke Rindenschicht am Stamm entsteht. Kork wächst schnell nach und wird dort von Fachleuten geerntet, um den Baum nicht zu verletzen.

Nicht nur vor Ort findet der Kork allerlei Verwendung, er ist auch eines der meist exportierten Güter Portugals. Das kleine, export-orientierte Land hat sich einen Namen als weltweit größter Produzent gemacht.

TRADITIONELLE WEBTECHNIKEN UND NATÜRLICHES MATERIAL

Die Marke Sugo Cork Rugs macht Teppiche aus Kork. Hier werden zwei verschiedene, klassisch portugiesische Schwerpunkte vereint, denn Portugal ist auch für seine Teppichindustrie weltweit bekannt, einige traditionelle Herstellungstechniken sind bis heute verbreitet.

sugo-cork-rugs-cork-rugs-ona680-3-960x640

Sugo Cork Rugs gehört zur Firma TD Cork – Tapetes Decorativos com Cortiça (deutsch: dekorative Teppiche mit Kork) und wurde von Amorim Cork Ventures gegründet, die wiederum zur Corticeira Amorim gehört, dem weltweiten Marktführer.

Die Teppiche sind nicht nur aufgrund ihrer Materialeigenschaften etwas Besonderes: Bei der Herstellung greift Sugo auf traditionelle Webtechniken zurück. „Wir hatten Lust, einmal andere Rohmaterialien zu benutzen und ökologische Materialien zu verwenden. Es musste ein Material sein, das mit dem traditionellen Webstuhl verarbeitet werden kann“, erklärt Designerin Susana Godinho, die das Start-up zusammen mit Sónia Andrade leitet. Die Designerin betont, wie wichtig die Unterstützung von Amorim Cork Ventures war – beim Aufbau der Produktionslinie, für die Herstellung von Prototypen und die der ersten Kollektion, die nun auf dem Markt erhältlich ist.

sugo-cork-rugs-cork-rugs-ona680-6-960x640.jpg

„Als wir den Vorschlag von Sugo vorliegen hatten, war uns sofort klar, dass wir es mit einer Idee zu tun hatten, die großes Potential für den internationalen Markt hatte, für den wir auch normalerweise produzieren“, bestätigt der Vize-Präsident von Amorim Cork Ventures, „Ein gewebter Korkteppich war etwas, was es noch nicht gab.“

VIELSEITIGE MATERIALEIGENSCHAFTEN MACHEN KORK FAST UNIVERSELL EINSETZBAR

Die Teppiche sind vielseitig und funktional. Die Einarbeitung von Kork gibt ihnen neue, wertvolle Eigenschaften wie zum Beispiel bessere thermische und akustische Isolation, mehr Komfort und antiallergische Beschaffenheit, die bei den vorher hergestellten, einfach gewebten Teppichen nicht vorhanden war. Kork bringt einen Mehrwert für die neue Marke, seine natürlichen Charaktereigenschaften bieten ausschließlich Vorteile. So ist der Korkteppich besonders leicht, gleichzeitig aber robust und haltbar, und er übersteht auch die von feuchter Meeresluft geprägten portugiesischen Winter.

sugo-cork-rugs-cork-rugs-ona680-12.jpg

Zur Herstellung wurden zwei traditionelle Webstühle angeschafft, an denen von Hand gewebt wird. Neben Kork werden auch portugiesische Wolle und Baumwolle verarbeitet, die bei großen industriellen Produktionen übrig geblieben sind. Das Start-Up vereint so Handarbeit mit natürlichen Materialien und findet zudem Verwendung für Produktionsreste, die anderswo weggeworfen werden würden.

Die portugiesische Korkindustrie hat 2016 mit einem neuen Export-Rekord abgeschlossen – nicht zuletzt, weil Kork aufgrund seiner Nachhaltigkeit weltweit noch bekannter und beliebter geworden ist.

Deutschlands erstes Restaurant mit eigener Salaternte hinter dem Tresen

Im Restaurant GOOD BANK in Berlin-Mitte werden georderte Salate direkt hinter dem Tresen geerntet. GOOD BANK ist das erste Vertical Farming to Table-Restaurant Deutschlands.

Wie sieht die Ernährung der Zukunft aus? Diese Frage stellen sich Food-Forscher und Innovatoren auf der ganzen Welt. Frischer, gesünder und ausgewogener soll es sein, am besten auch autark und ursprünglich, kreativ und spielerisch, so formuliert es eine neue Avantgarde von Achtsamen, die sich vornehm in den Metropolen westlicher Industrienationen zusammenfindet.

Daluma, Beets & Roots, Fechtner – an nachhaltigen, innovativen und grünen Pop-Up-Restaurants und Food-Stores mangelt es gerade in Berlin-Mitte nicht. Und doch: Mit der im vergangenen Jahr eröffneten Salatbar GOOD BANK in der Rosa-Luxemburg-Straße im Herzen des jungen, pulsierenden Berlins ist die Zukunft der Ernährungsindustrie auf einmal ganz nahe.

BEDÜRFNIS NACH NEUER ERNÄHRUNG EBNET NEUEN GESCHÄFTSIDEEN DEN WEG

Das Bedürfnis nach neuer Ernährung ebnet neuen Geschäftsideen den Weg. So auch für das Berliner Start-up Infarm, das auf hohem technischen Niveau Gemüse unter LED-Licht in geschlossenen Räumen anbaut. Das sogenannte Indoor Farming wird vor allen Dingen in Großstädten zum unaufhaltbaren Trendgeschäft.

Noch moderner wird es nur bei GOOD BANK. Gründerin Ema Paulin und Mitgründer Leandro Vergani haben ein Restaurant konzipiert, dass das Geerntete direkt auf die Teller bringt. Im Restaurant GOOD BANK wird Salat direkt vor den Augen der Gästen aus vertikalen Farmen geerntet und zubereitet. Da staunen die Berliner nicht schlecht, was genau da in den futuristisch strahlenden Vitrinen hinter dem Verkaufstresen vor sich geht. Neugierig sind sie aber allemal.

pic_9

Die Idee kam beiden vor knapp einem Jahr. Paulin wollte immer schon gründen; am besten etwas, das etwas zum Anfassen bietet, nicht bloß eine neue Technologie, die niemand greifen kann. Ihr Traum: Ein Restaurant, in dem sie Zutaten für eigene Gerichte direkt anbaut. Nachhaltig und zukunftsrelevant sollte es sein. Sie erarbeitete ein Konzept, dass das Städtewachstum gastronomisch auffängt, zur Lebenseinstellung zunehmend achtsamer Kosmopoliten passt und das Lebensgefühl in Berlin-Mitte verkörpert. Berlins bekannteste Indoor-Farmingtruppe Infarm lieferte schließlich das passende Equipment für die hauseigenen Gewächsanlagen. Seit dem Frühjahr letzten Jahres wird nun im GOOD BANK gegessen.

GOOD BANK: VON DER HAUSEIGENEN GEWÄCHSANLAGE AUF DEN TELLER

Hinter dem Verkaufstresen wachsen nun die ersten Superstar-Salatvariationen. Begonnen wurde mit Salanova Butterhead und Yacht; anschließend kam Chocolate Oak hinzu. Ein seltener Baby-Grünkohl wächst in weiteren vertikalen Farmen außerhalb des Restaurants, dennoch in der Nähe: In Spandau. Der Anbau direkt vor der Nase bietet dem Gast frischeste und aromatischste Gemüsesorten – voller Nährstoffe und ohne Pestizide. Nachhaltig ist vor allen Dingen, dass Transportwege und Logistikaufkommen dramatisch reduziert sind.

Doch ist dieses Konzept nachhaltig genug? Der Energieverbrauch für den Anbau der Salatköpfe selbst ist entspannt: Die gesamte Farming-Anlage kommt am Tag auf dieselbe Bilanz wie die hauseigene Espressomaschine. Nicht zu vergessen, dass GOOD BANK mit dem Konzept einen Schritt Richtung Zukunft macht und auch die Möglichkeit für den Anbau seltener essbarer Pflanzen schafft – dieses Format gibt es in der Form weltweit laut Paulin noch nicht.

Über die eigenen angebauten Variationen hinaus kaufen Paulin und Vergani Obst und Gemüse regional wie saisonal ein. Huhn und Rindfleisch kommen aus artgerechter Tierhaltung und bei der Fischauswahl setzt GOOD BANK auf hochqualitativen Schottischen Lachs. „Bei GOOD BANK sind wir weder dogmatisch noch naive Idealisten. Unser Ziel ist es, Euch lediglich die besten Gerichte zum besten Preis anzubieten und das so transparent wie nur möglich“, so Paulin.

Queen Elizabeth II ordnet Einwegplastik-Bann aus dem Buckingham Palace an

Queen Elizabeth II hat dieser Tage die Verbannung von Strohhalmen und Flaschen aus Plastik aus den königlichen Gemächern angeordnet, um den Einsatz von Kunststoffen „auf allen Ebenen“ einzuschränken. Dazu wurden jetzt neue Einkaufs- und Abfallpläne für den Buckingham Palace erstellt.

Die Queen fühlte sich durch die Mitarbeit an dem neuesten Werk von Sir David Attenborough dazu angeregt, Maßnahmen zu ergreifen. Der Film beschreibt Flora und Fauna in den Naturschutzgebieten im Commonwealth.

Sie wurde gefilmt, wie sie mit dem Dokumentarfilmer lachte und scherzte, während die Dokumentation die Schaffung eines Netzwerkes von nationalen Waldparks in den 52 Ländern des Commonwealth thematisiert.

„Es besteht der dringende Wunsch, das offensichtliche Problem im königlichen Haushalt anzugehen; eine Entscheidung, die von Sir David Attenborough inspiriert wurde. Der neue Plan sieht vor, dass der königliche Haushalt sich dazu verpflichtet, die Umweltbelastung zu reduzieren.“

The Buckingham Palace

WIRD ENGLAND JETZT AUCH PFAND FÜR PET-FLASCHEN EINFÜHREN?

Ähnlich wie hier in Deutschland oder auch in Norwegen könnte Großbritannien bald ein strenges Kunststoffflaschen-Recycling-System einführen. „Im Zuge der neuen Bestrebungen am Hof haben wir eine Reihe praktischer Schritte unternommen, um den Einsatz von Kunststoffen zu reduzieren. Auf allen Ebenen besteht ein starker Wunsch, dieses Problem anzugehen“, so ein Sprecher des Buckingham Palace.

Interne Caterer im Buckingham Palace, im Windsor Castle und im Palace of Holyroodhouse in Edinburgh dürfen, nun Berichten zufolge, nur noch Geschirrteller und -gläser oder recycelbare Pappbecher zur Bewirtung ihrer Gäste verwenden.

KEIN EUROPÄISCHES EINWEGPLASTIK AB 2030 – TROTZ BREXIT

Die Ankündigung erfolgt im Rahmen einer breiteren Anti-Kunststoffstrategie. Die Europäische Union plant, bis 2030 alle Kunststoffverpackungen entweder recycelbar oder wiederverwendbar zu machen. Damit soll das horrende Problem der Kunststoffabfälle auf dem Kontinent endlich angegangen werden.

Zu weiteren Verpflichtungen gehören eine Verringerung des Verbrauchs von Einwegkunststoffen und rechtliche Einschränkungen bei der Verwendung von Mikroplastik sowie Mikroperlen, die in vielen Kosmetika zu finden sind.

Frans Timmermans, der erste Vizepräsident der Europäischen Kommission, verantwortlich für nachhaltige Entwicklung, sagte zu den Plänen im Januar 2018: „Wenn wir unsere Herstellung und Nutzung von Kunststoff nicht schnellstens grundlegend ändern, wird es in unseren Ozeanen im Jahre 2050 mehr Plastik als Fisch geben.“

Jedes Jahr werden in Europa  25 Millionen Tonnen Plastikmüll produziert, jedoch werden weniger als 30 Prozent davon bis dato überhaupt recycelt.

Grüne Lufterfrischer: Auf diese Zimmerpflanzen schwört sogar die NASA

Laut der Environmental Protection Agency verbringen wir inzwischen ungefähr 90 Prozent unseres Lebens in geschlossenen Räumen. Leider ist die Luftqualität im Haus oft alles andere als optimal und kann sogar um das Zwei- bis Fünffache verschmutzter als im Freien sein.

Dabei atmet ein Mensch täglich zehn bis 20 Kubikmeter Luft ein. Gerade in Zimmern, in denen sich viele Menschen aufhalten oder die selten gelüftet werden, ist das Raumklima oft nicht gut und die Atemluft nicht so rein, wie es zu wünschen wäre.

SCHIMMELSPOREN DURCH TEPPICH IM BÜRO?

Baumaterialien, Teppichböden, Teppichkleber, Wohntextilien, Farben, Isoliermaterialien, aber auch Reinigungsmittel, Insekten-Sprays, schlecht gewartete Klima- oder Belüftungsanlagen, Abgase und Zigarettenrauch führen häufig zu einer enormen Belastung der Raumluft mit Chemikalien (Trichlorethylen, Formaldehyd, Benzol etc.), Schimmelsporen und Allergenen.

Eine mit diesen Chemikalien belastete Raumluft kann vielfältige gesundheitliche Probleme zur Folge haben. Für die entstehenden Symptome gibt es bereits eine Bezeichnung. Man nennt sie in ihrer Gesamtheit das Sick-Building-Syndrom oder die Gebäudekrankheit.

UNGELÜFTETE RÄUME MACHEN KRANK

Die Symptome des Sick-Building-Syndroms können ganz unterschiedlich sein. Sie betreffen in erster Linie das Allgemeinbefinden. Man fühlt sich müde, schlapp und unkonzentriert. Das Einatmen von Formaldehyd kann außerdem Ausschläge, Husten, brennende Augen und Irritationen des Halses und der Nase verursachen. Menschen mit Asthma reagieren besonders empfindlich auf Formaldehyd.

Auch Allergien, Anämien sowie schwere Erkrankungen der Knochen und des Lymphsystems können zu den Sick-Building-Symptomen gehören. Gleichzeitig verschlechtert sich der Zustand der Entgiftungs- und Ausleitungsorgane, also der Leber und der Nieren.

PFLANZEN ALS NATÜRLICHE RAUMERFRISCHER

Eine der günstigsten und effektivsten Methoden die Luft zu verbessern, ist der Kauf und die Haltung einer Zimmerpflanze. Die sehen mitunter nicht nur hübsch aus, sondern reinigen auch die Luft von Schadstoffen und geben saubere Luft an den Raum ab.

Eine Pflanze auf dem Büroschreibtisch des Kollegen im vierten Hinterzimmer sollte also nicht mehr nur als komische Marotte abgestempelt werden, – sie kann wesentlich gesundheitsfördernd wirken.

Alle als raumluftreinigend anerkannten Pflanzenarten entstammen hauptsächlich tropischen und subtropischen Regenwaldzonen. Denn je nach geografischer Lage und Grundbeschaffenheit der Erde entstehen Fäulnisgase in unterschiedlichen Konzentrationen und Zusammensetzungen. Diese Pflanzen haben sich an den Verschmutzungsgrad der Luft in ihrer Umgebung angepasst und sind in der Lage, die Luft “umzuwandeln”.

Die nachstehenden Pflanzen filtern Schadstoffe wie Benzol, Formaldehyd und Nikotin. Sie absorbieren Kohlendioxid oder Kohlenmonoxid aus der Luft, verringern die Staubbelastung und produzieren neuen Sauerstoff.

1. Drachenbaum (Dracaena)

2. Einblatt (Spatiphyllum)

3. Grünlilie (Chlorophytum)

4. Efeutute (Epipremnum)

5. Birkenfeige (Ficus Benjamini)

6. Efeu (Hedera)

7. Bogenhanf (Sanseveria)

8. verschiedene Palmenarten

9. Chrysanthemen

10. Orchideen

 

TOP SCHADSTOFF-KILLER EFEU, EINBLATT UND GRÜNLILIE

Eine Pflanze, die viel Licht braucht, kann ihre luftreinigende Funktion am besten dann entfalten, wenn sie am Fenster steht. Einige Pflanzen sind sehr aktive Schadstoffkiller. Efeu, Einblatt und Grünlilie sind echte Alleskönner und absorbieren Formaldehyd, Benzol, Trichlorethylen und Kohlendioxid besser als viele andere Pflanzen.

Als Richtwert empfehlen Experten eine mittelgroße Pflanze pro zwölf Quadratmeter. Es darf aber auch ruhig mehr sein – vor allem in Büros. Je mehr Pflanzen, desto besser für die Raumluft.

AUCH ASTRONAUTEN SCHWÖREN AUF PFLANZENFILTER

Die NASA führte bereits vor einigen Jahren eine Studie durch, um den besten Pflanzen für die Reinigung der Luft in geschlossenen Räumen auf die Spur zu kommen.

Als bekannt wurde, dass die Innenräume im All zahlreiche Schadstoffe für die Astronauten enthalten, begann die NASA mit der Erforschung von Luftfilterung. Zur Bekämpfung der Belastung wählten sie nicht nur eine gute Lüftung, sondern auch Luftreinigung durch Pflanzen.

Die Forschungsergebnisse ergaben deutlich, dass bestimmte Pflanzen (darunter unsere zehn Empfehlungen) CO2 und Schadstoffe wie Formaldehyd, Benzol und Trichlorethylen effektiv herausfiltern und in Sauerstoff umwandeln.

Wenn sogar Astronauten auf Pflanzen als natürliche Raumerfrischer zurückgreifen, kann unsereins keine Ausreden mehr finden. Die Familie daheim, die Kollegen im Büro und der eigene Körper werde es einem danken.

Finnische Studenten erfinden Recycling-Duschsystem mit 90% Wasserersparnis

Bei einem normalen Duschvorgang werden rund 100 Liter Wasser verbraucht, und – bei uns Warmduschern – zudem eine Energiemenge, die ausreichen würde, ein Smartphone 700 Mal aufzuladen.

„Zu viel“, dachten sich auch Jason Selvaran und Eduard Kobak aus Finnland und entwickelten ein System, mit dem Duschwasser in Echtzeit aufbereitet und noch einmal verwendet werden kann: Showerloop.

Showerloop benötigt zehn Liter Wasser – unabhängig davon, wie lange geduscht wird. Außerdem wird nur ein kleiner Bruchteil der Energie benötigt, da das Wasser nur minimal nachgeheizt werden muss.

b3b207_d0a38e08fc4e4329a798bfef239923a7~mv2
Foto: Showerloop

WIE DIE RECYCLING-DUSCHE FUNKTIONIERT

Das Wasser durchläuft verschiedene Filter: Einen Vorfilter zum Schutz der Pumpe, wie man ihn auch in der Küchenspüle findet. Anschließend läuft das Wasser durch Mikrofasern, gefolgt von einem Sandfilter. Aktivkohle säubert das Wasser von Farbe, Geruch und Chemikalien. Zuletzt wird das Wasser mit Hilfe von UV-Licht sterilisiert, sodass es frei von Bakterien und sogar trinkbar wird. Ein Durchlauferhitzer hält die Temperatur des Wassers.

Showerloop wurde nach den Regeln von Open Source und Kreislaufwirtschaft designt. Das heißt, Designs, Produktionsmethoden und Materialien sind frei verfügbar. Dadurch soll die Weiterentwicklung des Produkts hin zum effizientesten, innovativsten und nachhaltigsten Produkt ermöglicht werden.

22625866028_7db909a369_z
Foto: Showerloop

AUSGEZEICHNET MIT EINEM GREEN TEC AWARD

Das Projekt konnte auch die Jury der GreenTec Awards überzeugen. Showerloop gewann in der Kategorie „Galileo Wissenspreis“. Jury-Mitglied Stefan Gödde zeigte sich begeistert: „Showerloop hat uns in der GreenTec-Jury vor allem deshalb überzeugt, weil es den Wasser- und den Energieverbrauch eines Alltagsvorgangs, des Duschens, drastisch reduziert. Und das, ohne dass Menschen ihre Gewohnheiten verändern müssen. Eine wirklich nachhaltige Innovation, die wir in Zeiten der globalen Erwärmung und des Klimawandels dringend brauchen.“

Bei der Preisverleihung der Awards am 12. Mai 2017 in Berlin überraschte Rea Garvey mit der Ankündigung, dem Projekt 10.000 Euro zu spenden, unter der Bedingung eine Showerloop in das eigene Heim gebaut zu bekommen.

Fair Fashion-Ikone Stella McCartney erhält begehrtesten Innovationspreis der Branche

Bei den Fashion Awards in der Royal Albert Hall in London im Dezember versammelte sich das Who is Who der Modebranche: Nicht nur Designer Karl Lagerfeld und die Models Naomi Campbell, Karlie Kloss und Irina Shayk waren mit von der Partie; auch Lady Gaga und Victoria Beckham schritten über den Roten Teppich. Der Star des Abends war aber eine andere: Designerin Stella McCartney erhielt für ihre vegane Mode den Innovationspreis.

STELLA MCCARTNEY GILT ALS IKONE „VEGANER MODE“

Stella McCartney zeigt der konventionellen Modeproduktion schon seit vielen Jahren die kalte Schulter. Die überzeugte Vegetarierin verzichtet komplett auf Pelze und Leder in ihren Kollektionen. Stattdessen setzt sie auf nachhaltige Produktion, verbindet Luxus mit Materialien wie vegetarischem Leder, Wolle aus nachhaltig wirtschaftenden Farmen oder ganz neu entwickelten Recycling-Stoffen. Seit 2016 gibt es auch Herrenmode im Sortiment der US-Amerikanerin.  McCartney selbst bezeichnet ihre Mode als „vegan“, obwohl mitunter eben auch Wolle oder Seide verarbeitet wird.

„ICH HOFFE, DASS ICH ALS ERSTE PREISTRÄGERIN ANDERE DESIGNHÄUSER INSPIRIEREN KANN, NACHZUZIEHEN“

„Ich bin wahnsinnig stolz auf diese Auszeichnung“, so Stella McCartney bei den Fashion Awards in London, „Und ich hoffe, dass ich als erste Preisträgerin andere Designhäuser inspirieren kann, nachzuziehen und diese Auszeichnung zur prestigeträchtigsten zu machen – und nicht zu einer einmaligen Sache.“ Für ihre Verdienste für die britische Modewirtschaft wurde sie bereits 2013 durch Queen Elisabeth II. in den Order of the British Empire als Officer aufgenommen.

IMMER MEHR DESIGNHÄUSER SETZEN AUF FAIRE STANDARDS – ES BLEIBT INDES INTRANSPARENT

Schuhlabels wie Nae, Jan’n’June und Ethletic, Klamottenhersteller wie Thinking Mu, Cossac Zurita oder Mud Jeans: Immer mehr Unternehmen setzen auf faire Arbeitsbedingungen und Löhne in den Fabriken, fairen Handel und nachhaltige, umweltbewusste Produktion. Für die Verbraucher allerdings ist es schwierig, genau diese Produkte zu erkennen. Die Qualität der Mode ist dabei kein Indiz für Nachhaltigkeit, wie man an den Beispielen einiger hochpreisiger Modehäuser erkennen kann.