Wie der Einsatz von Drohnen bei Klimaforschung, Aufforstung und intelligenter Logistik helfen könnte

Drohnen haben heute schon eine Vielzahl von Funktionen, von der Aufnahme von Luftaufnahmen bis zur Unterstützung militärischer Operationen. Man könnte sie allerdings auch als Waffe gegen die Auswirkungen des Klimawandels einsetzen.

DROHNEN SIND DIE PERFEKTEN DATENSAMMLER

Die vielleicht einfachste Art, auf die Drohnen helfen könnten, den Klimawandel zu bekämpfen, wäre die Unterstützung bei der Datensammlung. Drohnen können leicht an unerschlossene Standorte gelangen, wodurch Forschungskosten gesenkt und die Genauigkeit der Datensammlung erhöht werden.

Forscher an der Cornell University verwenden Drohnen, um Oberflächenreflexion zu messen und zu protokollieren. Wie viel Solarenergie wird durch eine Landschaft reflektiert und absorbiert? Diese Messung ist entscheidend für das Verständnis des Klimawandels und kann beispielsweise Förstern dabei helfen, zu bestimmen, an welchen Standorten Bäume gepflanzt werden, um den größten Nutzen für den Klimaschutz zu erzielen. In der Vergangenheit wurden diese Informationen von Satelliten gesammelt, doch Drohnen sind weitaus agiler.

Steuerung von Drohnen wird immer einfacher.jpg

DROHNEN KÖNNEN FORSCHUNGSARBEIT ERLEICHTERN UND ERGÄNZEN

Drohnen sind außerdem ideal, um Informationen über die Luftqualität zu sammeln, Wildtierpopulation und -aktivitäten zu überwachen und Entwaldungsraten zu berechnen. Das Sammeln von Daten auf diese Weise verbessert auch die Sicherheit der Forscher: Hubschrauber und kleine Flugzeugabstürze sind die häufigste Ursache von on-the-Job Todesfälle für Wildbiologen.

Normalerweise denken wir bei Drohnen als Fluggeräte, doch sie können auch Unterwasser eingesetzt werden. Forscher können Unterwasserdrohnen benutzen, um Wasser- und Sedimentproben zu sammeln und die Daten dazu verwenden, die Auswirkungen des Klimawandels und menschlicher Aktivitäten auf Meeresökosysteme zu analysieren.

Drohnen können sogar auf die Registrierung von Wilderei und illegalem Holzeinschlag programmiert werden. Der Anblick einer Drohne, die ihre Navigationslichter einschaltet, reicht normalerweise aus, um mögliche Verbrecher abzuschrecken.

Drohnen in der Landwirtschaft
Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft / Foto: Dronesinsite.com

DROHNEN KÖNNEN AUFFORSTEN

Drohnen können auch auf eine Weise helfen, die über das Monitoring hinausgeht: sie können dazu beitragen, die Auswirkungen des Klimawandels abzuschwächen und bei Aufgaben zu helfen, die die Natur aufgrund sich verändernder Umweltbedingungen zu bewältigen versucht.

Das Unternehmen „BioCarbon Engineering“ hat eine Drohne gebaut, die Bäume aus der Luft pflanzen kann. Das 30-Pfund-Fahrzeug feuert Samenkapseln mit Präzision aus 10 Fuß Entfernung über den Boden. Die Drohne kann 120 Bäume pro Minute pflanzen – viel mehr als menschliche Pflanzer. Das Pflanzen von Bäumen verlangsamt den Klimawandel und andere Umweltschäden, da Bäume die Luft- und Wasserqualität verbessern und Erosion verhindern.

Drohnen könnten helfen den Wald aufzuforsten
Beispiel: Eine Drohne bei der Pflanzarbeit / Foto: TechSpot

AMAZON WILL MIT DROHNEN AUSLIEFERN

Drohnen können uns außerdem helfen, Treibhausgasemissionen zu reduzieren.
Der Einsatz von Drohnen anstelle von LKWs zur Auslieferung von Paketen könnte dabei helfen, die mit der Paketzustellung verbundenen Emissionen zu reduzieren. Amazon hatte die Drohnenlieferdienste im Dezember 2016 zum ersten Mal erfolgreich getestet und bereits Pläne angekündigt, diese Technologie demnächst weiter zu verfolgen.

Der Klimawandel ist ein Problem, das jeden noch so entlegenen Teil unserer Erde einschließt, inklusive der Lebewesen, die darin leben. Ob in der Luft oder unter Wasser, Drohnen könnten ein wichtiges Werkzeug sein, um Lösungen für die vielen Herausforderungen des Klimawandels zu finden.

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Vor der belgischen Küste entsteht die landesweit größte Offshore-Windfarm mit 44 Turbinen

Belgien hat mit dem Bau seines landesweit größten Offshore-Windparks begonnen. Er soll voraussichtlich Ende nächsten Jahres in Betrieb genommen werden.

Die Norther Offshore Wind Farm im Wert von über 1,4 Milliarden US-Dollar soll nach Fertigstellung eine Kapazität von 370 Megawatt tragen. Insgesamt 44 Windturbinen werden den Windpark antreiben. Zehn Prozent des belgischen Energiebedarfes sollen durch die Windfarm abgedeckt werden.

„ELICIO, ENECO UND DIAMOND GENERATING EUROPE“

Norther wird Belgiens größter Offshore-Windpark sein. Elicio, ein Produzent erneuerbarer Energien, hält den halben Anteil an dem Projekt. Eneco aus den Niederlanden und Diamond Generating Europe (Tochter von Mitsubishi Corporation) halten jeweils 25 Prozent.

„Wir freuen uns, den Bau des Norther-Projekts zu leiten. Das wird der größte Windpark der belgischen Küste werden. Wir sind außerdem sehr stolz darauf, aktiv zu den belgischen Klimazielen für 2020 beizutragen. „

Denner Sanou, Projektleiter von Norther

Die Finanzierung des Projekts wurde Ende 2016 abgeschlossen, was den Weg für den Bauprozess im vergangenen Jahr ebnete. Die Europäische Investitionsbank hat ein Darlehen in Höhe von 473 Millionen US-Dollar für das Projekt bereitgestellt. Der Rest wird von verschiedenen europäischen und japanischen Banken kommen.

Das neue Offshore-Windprojekt wird knapp über 14 Meilen vor der Küste von Zeebrügge in Belgiens exklusiver Wirtschaftszone in der Nordsee liegen. Van Oord wird der Hauptauftragnehmer des Projekts sein. Sie werden ab Juli das Fundament installieren, das auch Schutzschichten zum Schutz der Turbinen vor Erosion aufweisen wird.

Offshore Wind Farm Norther vor Zeebrügge
Foto: Offshore Wind

2.800 NEUE ARBEITSPLÄTZE IN UND RUND UM ZEEBRÜGGE

„Nach langen Vorbereitungen in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden ist unser Projektteam bereit, die Offshore-Aktivitäten endlich zu starten“, so Floren Verweij, Projektleiter von Van Oord.

Die Bauarbeiten für Norther an der Küste Belgiens sind in vollem Gange Wind Farm
Foto: Van Oord

Mit einer Kapazität von 370 Megawatt sollte Norther 400.000 Haushalte mit Strom versorgen können. Es wird erwartet, dass jährlich fast 1,4 Terrawattstunden saubere Energie erzeugt werden können. Außerdem werden 2.800 direkte und indirekte Vollzeitarbeitsplätze für den Windpark, durch Bau und Instandhaltung, bereitgestellt.

Restaurantbesitzer in New York City rebellieren gegen den Plastikstrohhalm

Endlich ist es warm genug, um bis in die Abendstunden draußen zu sitzen, während man einen Eiskaffee, einen gekühlten Saft oder eine kalte Limonade genießt. Es ist wieder Strohhalmzeit. Doch überall auf der Welt ist der allgegenwärtige Trinkhalm plötzlich ein Sinnbild für den Schaden geworden, den Plastik der Umwelt zufügt.

Die USA allein verwendet und entsorgt täglich Millionen von Plastikstrohhalmen. Während die Halme durch ihr geringes Gericht nur einen Bruchteil der Einwegkunststoffe im Umlauf oder auf den Deponien ausmachen, stellen ihre Größe und Form die besondere Bedrohung für das Leben im Meer und an Land dar – die Strohhalme können von vielen Tieren in einem Stück verschluckt werden und so den gesamten Organismus lahmlegen.

STOP SUCKING & THE LAST PLASTIC STRAW

Online-Kampagnen wie „Stop Sucking“ und „The Last Plastic Straw“ haben den Strohhalmen den Kampf angesagt. Einige Städte haben Plastiktrinkhalme bereits komplett verboten. So hat auch Großbritanniens Premierministerin Theresa May versprochen, den Verkauf von Plastikhalmen bis Ende des Jahres 2018 zu verbieten.

In New York haben Bürgermeister Bill de Blasio und Gouverneur Andrew M. Cuomo bereits stark gegen Plastiktüten gewettert. Doch es scheinen nicht die Vertreter der Regierung oder die Verbraucher zu sein, die die Abkehr von Plastikstrohhalmen anführen. Es sind die Unternehmen.

Gegen den Plastik in den Ozeanen

PAPIER IST AKTUELL DIE BESTE ALTERNATIVE ZU PLASTIK

Papiertrinkhalme sind jetzt der letzte Renner. Laut einigen Restaurantbesitzern gab es seit der Umstellung in ihren Restaurants keinen einzigen Gast, der nach einem Plastiktrinkhalm oder, wenn es zum Cocktail überhaupt keinen Halm gab – nach einem gefragt hat. Die Kunden haben mit der Umstellung weniger Probleme, als man angenommen hat.

Bei Inday, drei indischen Restaurants in Manhattan, hat der Besitzer Basu Ratnam bereits vor Jahren unzählige E-Mails von Kunden erhalten, die nach seiner Recyclingpolitik und der Nachhaltigkeit der Schalen und des Bestecks gefragt haben. Im April, nachdem er Berichte darüber gelesen hatte, wie Plastikhalme zum Walsterben beigetragen haben, bat Ratnam keine Plastik-Trinkhalme mehr in seinen Restaurants an.

„Die Leute haben einfach aufgehört, nach ihnen zu fragen. Strohhalme sind ein kleines, entbehrliches Getränkezubehör, das einigen Menschen sowieso nie besonders gut passte. Wir waren in der Lage, das Kundenverhalten zu ändern, ohne störend einzugreifen.“

Basu Ratnam, INDAY

Für einige Unternehmen ist die Beseitigung der Strohhalme auch eine ästhetische Entscheidung. Die preislich gehobenen mexikanischen Restaurants Atla und Cosme in Manhattan bieten nur noch Metall- oder Papierstrohhalme – und das ausschließlich auf Anfrage.

Einige Kunden gaben an, dass sie gern auf Plastikstrohhalme verzichten würden, doch dieser Schritt ließe sich erst dann durchsetzen, wenn Restaurants, Cafés und Bars geschlossen dagegen vorgehen. Wer ein Glas Wasser in einem Restaurant bestellt, bekommt vielerorts noch ungefragt einen Plastiktrinkhalm dazu – ob man ihn nun braucht, oder nicht.

DIE MACHT DER GEWOHNHEIT UND DIE EITELKEIT DES MENSCHEN

Doch es gibt auch andere Stimmen: Gregorys Coffee in Greenwich Village hat andere Erfahrungen mit den vermeintlich bewusst lebenden Kunden gemacht. Emma Stratigos, die Ladenbesitzerin, sagt, dass, während einige Kunden durchaus mit wiederverwendbaren Tassen ihren Laden betreten, sie nie jemanden mit einem wiederverwendbaren Strohhalm gesehen hat. „Wenn wir auch nur 30 Sekunden lang keine Strohhalme im Spender haben, gibt es Geschrei“, sagt Stratigos. Das ist die Macht der Gewohnheit.

Auch Basu Ratnam sieht die Situation, zumindest für Getränke zum Mitnehmen, noch kritisch: „Die einzige Möglichkeit, Strohhalme überflüssig werden zu lassen, ist die Neugestaltung von Deckeln und Bechern. Es liegt an uns, den Restaurantbesitzern, mit Käufern und Herstellern zusammenzuarbeiten, um eine Lösung zu finden, die die Funktionalität eines Strohhalms ersetzen kann“, sagt er. „Wenn genug Restaurantbesitzer zusammenkommen, können wir Innovation erzwingen.“

StrawsSuck

Londoner Zoo stellt 15.000 Plastikflaschen aus – den Plastikkonsum der Briten in einer Minute

Eine Kunstinstallation aus 15.000 Plastikflaschen wurde vergangene Woche im Londoner Zoo gezeigt, um die verheerenden Auswirkungen von Plastikmüll auf die Ozeane zu verdeutlichen, während der öffentliche Druck zur Bewältigung des Problems in Großbritannien stetig wächst.

NICK WOOD IST KÜNSTLER UND ARCHITEKT

Es wird geschätzt, dass jedes Jahr zwischen fünf und 14 Tonnen Einwegplastik in die Weltmeere gelangen, was irreparable Schäden an Meerestieren und Ökosystemen verursacht. Die Arbeit des Künstlers Nick Wood repräsentiert die 15.000 Wasserflaschen, die jede Minute in Großbritannien gekauft werden. Dazu will Großbritannien 61 Millionen Pfund jetzt für die Entwicklung neuer Methoden zur Bekämpfung von Plastikmüll bereitstellen.

Die britischen Staats- und Regierungschefs haben bereits ein hartes Durchgreifen gegen Plastikabfälle angekündigt, nachdem unter anderem David Attenborough im vergangenen Jahr in seiner äußerst beliebten „Blue Planet II-Serie“ die verheerenden Auswirkungen der Plastikverschmutzung auf das Leben im Meer hervorgehoben hatte.

Marine Project Space of Waste in London Zoo
Foto: XinhuaUK

„In den Ozeanen finden sich riesige Inseln aus schwimmendem Plastik und in London verwendet der durchschnittliche Erwachsene jedes Jahr 175 Einweg-Plastikwasserflaschen. Das passt leider einfach zusammen.“

Fiona Llewellyn, Zoological Society of London

Die britische Regierung hat bereits eine verbindliche Abgabe für jede Einweg-Plastiktüte eingeführt und versprochen, den Verkauf von Plastikhalmen und anderen Einwegprodukten zu verbieten. Umweltgruppen erklärten jedoch, dass noch mehr Maßnahmen zukünftig erforderlich seien. „Wir haben von der Regierung viel über ihre Absichten gehört, aber wir brauchen härtere Gesetze und Sanktionen, um Maßnahmen in dem Ausmaß durchzusetzen, wie es die Öffentlichkeit sehen möchte“, sagte Paul Keenlyside, ein Sprecher von Greenpeace.

Space of Waste London Zoo Fiona Llewellyn
Foto: XinhuaUK

Diese Installation soll dazu beitragen, das Bewusstsein für die Notlage von Meeresplastik zu schärfen. Der Erfolg durch das Verbot von Plastiktüten zeigte bereits, dass eine intelligente und gezielte staatliche Intervention das Verhalten von Konsumenten verändern und den Plastikmüll stark reduzieren kann. Denn Kunststoffrecycling auf der ganzen Welt „erreicht sein volles Potenzial nicht“, warnte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) – darum ist es umso wichtiger, Plastik gar nicht erst zu konsumieren.

Der Künstler Nick Wood forderte mit seinem Projekt die Einführung höherer Steuern für die Herstellung und Verwendung von neuen Kunststoffen und weitreichende Mechanismen, um Verbraucher für Einweg-Plastiktüten, Plastik-Besteck oder Strohhalme „bezahlen zu lassen“.

Nick Wood Space of Waste London Zoo
Nick Wood / Foto: XinhuaUK

Philippinische Küstenstadt nimmt landesgrößte Solarkraftanlage in Betrieb

Die Schaffung einer wirklich grünen Stadt beginnt mit der Berechnung ihrer CO2-Emissionen und der anschließenden Einführung von Maßnahmen, die den Übergang zu erneuerbaren Energien vorantreiben.

Die Stadt San Carlos in Negros Occidental auf den Philippinen war einst die Heimat einer der größten Zuckerfabriken des Landes. Doch da sich das Wachstum der Zuckerindustrie seit den 1980er Jahren verlangsamt hat, hat die Stadt nach alternativen Möglichkeiten gesucht, um Einnahmen zu generieren. Inzwischen nutzt man dort seine reichste natürliche Ressource: Sonnenschein.

ÜBER SAN CARLOS SCHEINT DIE SONNE

Als Küstenstadt mit einem tiefen natürlichen Mangrovenhafen ist San Carlos widerstandsfähiger gegen extreme Wetterbedingungen als die meisten philippinischen Städte. Und mit einer stets nur dünnen Wolkendecke genießt die Stadt mehr Sonnenschein als andere Teile des Landes und hat somit ein großes Potential für die Gewinnung von erneuerbarer Energie.

DREHKREUZ DER ERNEUERBAREN ENERGIEN AUF DEN PHILIPPINEN

Im Jahr 2014 wurde in San Carlos City eine 45-Megawatt-Solaranlage – eine der ersten Solaranlagen des Landes – von San Carlos Solar Energy, einem Unternehmen für erneuerbare Energien, errichtet. Im Jahr 2016 ging dann ein 59-Megawatt-Solarkraftwerk in Betrieb. Das Werk gehört San Carlos Sun Power Inc., einer Tochtergesellschaft von AboitizPower, einem der führenden Entwickler erneuerbarer Energien im Land.

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Foto: Thomas Lloyd Group

SAN CARLOS BEHEIMATET AUßERDEM  BIOMASSE- UND BIOETHANOLANLAGEN

Während die Umsetzung erneuerbarer Energieprojekte zu Beginn teuer erscheint, bringt sie auf lange Sicht eine Reihe von Nebenleistungen mit sich, darunter die Schaffung von Arbeitsplätzen, Wassersicherheit und bessere Luftqualität.

San Carlos City startete im Jahr 2017 ein bahnbrechendes Projekt: Es führte ein Treibhausgas-Emissions-Inventar auf Gemeindeebene durch.

Unter Verwendung des Globalen Protokolls für gemeinschaftliche Treibhausgas-Emissionsinventare startete San Carlos City eine Projekt zur Berechnung der Emissionen von Gewerbe- und Wohngebäuden, Transport, Abfall, Wasseraufbereitung, Landwirtschaft und Industrie.

Der Bestand, der das Jahr 2015 als Basisjahr verwendet und im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde, ergab, dass die Gesamtemissionen der Stadt 88.330 Tonnen Kohlendioxid aus den Sektoren Energie, Verkehr, Landwirtschaft und Abfall betrugen. Dies entspricht mehr als 39.463 Tonnen verbrannter Kohle.

PHILIPPINEN WERDEN STARK VOM KLIMAWANDEL BEDROHT

Der Nationale Klimawandelanpassungsplan, der 2011 von der Klimakommission des Landes ausgearbeitet wurde, stellte fest, dass die Philippinen, aufgrund von sich verschärfenden Faktoren des Bevölkerungswachstums, mangelnder Vorbereitung und schlechtem Krisenmanagement, anfälliger für durch den Klimawandel ausgelöste Katastrophen sind. Im Jahr 2015 hat der Global Risk Index die Philippinen außerdem als das am stärksten vom Klimawandel bedrohte Land identifiziert.

BEVÖLKERUNG IST VON DER LANDWIRTSCHAFT ABHÄNGIG

Eine wärmere Atmosphäre bedroht die Landwirtschaft, die ein Fünftel der gesamten wirtschaftlichen Aktivität der Philippinen ausmacht und Arbeitsplätze für fast 30 Prozent der Bevölkerung bietet. Viele Städte auf den Philippinen, wie San Carlos, haben ländliche Gemeinden, in denen die Landwirtschaft die wichtigste wirtschaftliche Aktivität darstellt.

Küstenstädte wie San Carlos sind für ihre Ernährung und ihren Lebensunterhalt auch vom Meer abhängig. Wenn die globalen Temperaturen über 1,5 Grad Celsius steigen, wie sie gegenwärtig vorhergesagt werden, wird das Leben im Meer bis 2100 nicht mehr wieder zuerkennen sein.

In Anbetracht der Tatsache, dass die Stadt San Carlos sehr anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels ist, versucht die lokale Regierung, die Emissionen durch die Einbeziehung sauberer Technologien zu senken.

In diesem Londoner Pop-up-Café kann mit wiederverwertbarem Plastik bezahlt werden

Das belgische Unternehmen Ecover hat Anfang Mai ein Café im Covent Garden in London geöffnet, in dem Kunden zwei Tage lang mit wiederverwertbaren Plastikabfällen für Lebensmittel und Getränke bezahlen konnten.

Das Pop-up-Café bot ein upcycled Interieur, das vom Designer Max McMurdo entworfen wurde, und eine vegetarische Speisekarte, die vom Küchenchef Tom Hunt kreiert wurde. Wie zu erwarten, waren die meisten Lebensmittel vegan, einschließlich Bananenbrot mit Früchten, Kornschalen mit Grünkohl und einer veganen Wildreisschale.

The Rubbish Cafe in London Covent Garden by Ecover
Foto: Bulletproof

VERPACKUNGEN AUS RECYCELTEM PLASTIK SOLLEN ÜBERALL EINGEFÜHRT WERDEN

Ecover will in den nächsten drei Jahren mehr recycelten Kunststoff zur Herstellung seiner Produkte verwenden. Im vergangenen Oktober brachte das Unternehmen eine Waschmittelflasche auf den Markt, die zu 50 Prozent aus Plastik stammt, welches aus den Ozeanen gefischt wurde. Sie haben außerdem einen Vorstoß unternommen, um die Verwendung von Einweg-Kunststoff zu beseitigen.

Ecover aus Belgien stellt Verpackungen aus Recyclingkunststoff her
Foto: Siebensiebzig.de

„Als Hersteller wissen wir, dass wir die Verwendung von Kunststoff komplett umdenken müssen. Wie wir es herstellen, nutzen, wiederverwerten und recyceln – die Industrie als Ganzes sollte mehr Verantwortung übernehmen, denn die Verwendung eines unzerstörbaren Materials wie Kunststoff für den einmaligen Gebrauch ist systemisch falsch.“

Ecover

Das Müllcafé von Ecover war nur eine weitere Bemühung, das Bewusstsein für die Nachteile von Einwegkunststoff zu schärfen. Diejenigen, die wiederverwertbare Flaschen, Suppenbehälter und Säcke mitgebracht haben, konnten diese Gegenstände gegen gesunde Nahrungsmittel und Getränke eintauschen. Es wurde stark lokal beworben mit Berichterstattung in TV, Radio, Websites und sozialen Medien.

Ecover stellt faire Waschmittel her
Foto: Well.ca

THE NEXT STEP: VERPACKUNGEN AUS KARTOFFELSTÄRKE?

Ecover hat so einige nachhaltige Projekte im Ärmel. Bis zum Jahr 2020 sollen alle Flaschen von Ecover vollständig aus recycelten Produkten hergestellt werden. Dazu testen die Belgier derzeit Kunststoff aus hochdichtem Polyethylen. Die abbaubaren Verpackungen sollen die Umwelt auch dann nicht schädigen, wenn sie im Hausmüll landen. Ein Beispiel dafür wäre die Verwendung von Kartoffelstärke oder Holzschliff auf Faserbasis.

Sind diese neuen Sneaker im Hipster-Look die nachhaltigsten Turnschuhe der Welt?

Auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo haben die Macher von Wado bis heute mehr als 3300 Prozent ihres ursprünglichen Finanzierungsziels eingefahren. Ihr Produkt: Der nachhaltigste Turnschuh der Welt, im Hipster-Look.

NACHHALTIG UND ÄSTHETISCH UND PREISGÜNSTIG – GEHT DAS?

Nach Angaben der Macher verschreibt sich Wado drei Werten: Wado will gleichzeitig Nachhaltigkeit, Ästhetik und einem fairen Preis gerecht werden. Die nachhaltige Konkurrenz lässt nämlich die beiden anderen Werte hinten runterfallen, ist Wado überzeugt. Laut ihnen müsse sich der Konsument die nachhaltige Alternative immer sehr viel mehr kosten lassen und auf die modische Augenhöhe des Zeitgeistes verzichten. Auch darum besticht der Wado Sneaker durch seinen Hipster-Look, oder wie die Macher sagen: Ihr Schuh ist 80er inspiriert.

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Das Design der Schuhe basiert auf einem weichen Weiß und kann in mehreren Farbmodellen erworben werden. Auf der Zunge des Turnschuhs klebt ein Markenemblem aus feinstem Kork. Das Korkmaterial an sich gilt als nachhaltiges, da Korkbäume alle paar Jahre unverletzt geerntet werden können.

FÜR JEDES PAAR WADO SNEAKER WERDEN ZWEI BÄUME GEPFLANZT

Hergestellt werden die Wado Sneakers aus 100 Prozent rezykliertem Material. Das Leder wird chromfrei gebleicht. Produziert wird von Hand in Portugal zu fairen Löhnen. In einer Manufaktur im portugiesischen Felgueiras wird auf lokales Handwerk zurückgegriffen. Dabei ist der Produktionsprozess von Anfang bis Ende transparent, ressourcenschonend und giftstofffrei.

Und: Für jedes verkaufte Paar Sneakers pflanzen die jungen Modemacher in Kooperation mit der NGO We Forest zwei Bäume. Derzeit konzentriert sich das Projekt auf einen wieder aufzuforstenden Wald in Indien. Sobald das Modeunternehmen eine entsprechende Größe erreicht hat, sollen Baumprojekte jedoch auch in weiteren Ländern gestartet werden.

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WIRD DAS MODEL „MODELO ’89 – OFF WHITE“ UM DIE WELT GEHEN?

Nach erfolgreichen Marketingkampagnen auf Facebook und anderen sozialen Plattformen haben Wado nun über 3300 Prozent ihrer ursprünglichen Finanzierungsziels zusammen. Bestellt werden kann immer noch, – bald geht es dann an die Auslieferung. Die Macher lassen wissen, dass ihr erstes Model, der Modelo ’89 – Off White-Schuh sicherlich nicht das letzte sein wird.

Zum Kauf der „nachhaltigsten Sneaker der Welt“ geht es hier entlang.

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