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Start-up aus Sachsen erfindet weltweit ersten essbaren Trinkhalm aus Apfelresten

Drei Jungunternehmer aus Sachsen haben die weltweit erste essbare Alternative zum Strohhalm aus Plastik entwickelt. Der nachhaltige Trinkhalm besteht aus gepressten Rückständen aus der Apfelsaftherstellung.

Trinkhalme, oder landläufig: Strohhalme,  sind allgegenwärtig – und ein Problem für die Umwelt. Drei Unternehmensgründer aus Sachsen wollen mit einer essbaren Variante eine Alternative zum Halm aus Kunststoff schaffen.

Es gibt Erfindungen, über die man sich kaum Gedanken macht, weil sie Teil des täglichen Lebens sind. Genau so eine Erfindung ist der oft unnötige Strohhalm, der auf der Geburtstagsfeier daheim sowie in jeder Cocktailbar zu finden ist. Milliarden Plastikröhrchen landen jedes Jahr weltweit im Müll, oder auf der Straße, oder am Strand. Umweltschützer versuchen daher, den Einsatz von Trinkhalmen mit verschiedenen Kampagnen einzudämmen. Städte auf der ganzen Welt beginnen inzwischen mit einem Verbot der Halme.

EIN HALM AUS APFELRESTEN

Ein Start-up aus Sachsen will nun eine Alternative zum Kunststoffhalm entwickelt haben. Unter dem Namen Eatapple vertreibt das junge Unternehmen einen Trinkhalm, der unter anderem aus Apfelresten besteht und somit essbar ist. Hauptbestandteil sind gepresste Rückstände aus der Apfelsaftherstellung, sogenannte Trester, die auch als Futter für Tiere dienen. Dem Start-up zufolge sollte der Stiel wie eine Obstbar schmecken.

ACHT MONATE LANG HALTBAR

Die Idee kam einer Gruppe von Studenten, die an der Universität Essen studierten. Der 21-jährige Konstantin Neumann leitet die Firma Wisefood, die seit April dieses Jahres hinter Eatapple steht. Die ersten Versionen wurden von den Kommilitonen mit einer Nudelmaschine produziert. Mittlerweile hat das Startup 10.000 Trinkhalme am Deutschen Institut für Lebensmittel produziert und verkauft. Der Apfeltrinkschlauch hält bis zu acht Monate und löst sich nach etwa einer halben Stunde in einem Getränk auf, erklärt er. Trotz des Apfels schmeckt man nur in geschmacksneutralen Getränken wie Wasser einen leichten Fruchtgeschmack.

Eatapple in der Herstellung aus Apfelresten gemacht
Foto: Eatapple / Wisefood

CROWDFUNDING HAT BISHER ÜBER 10.000 EURO EINGESPIELT

Um ihre Produktion voranzutreiben, sammeln Neumann und seine Mitbegründer Philipp Silbernagel und Danilo Jovicic nun Geld von Unterstützern auf der Crowdfunding-Site Startnext. In den ersten Wochen der Kampagne wurden bisher mehr als 10.000 Euro gesammelt. Die drei wollen am Ende mehr als 15.000 sammeln.

Der essbare Halm ist teurer als die Kunststoffversion: Im Rahmen der Kampagne zahlen die Anhänger zwischen 20 Cent und einem Euro pro Apfelstiel, der Preis hängt von der Menge der Röhrchen ab. Plastikhalme kosten jedoch meist weniger als zwei Cent pro Stück. „Wir beziehen alle unsere Rohstoffe aus Deutschland und verwenden den natürlichen Apfelgeschmack, der viel teurer ist als die chemische Variante“, so Neumann. Caterer erhielten Eatapple schon günstiger und auf Dauer will man auch für Endkunden zu einem Preis von unter zehn Cent pro Stück kommen. Aber derzeit wird immer noch zu kleinen Mengen produziert.

JEDE ALTERNATIVE ZU PLASTIK IST DIE BESSERE

Die jungen Gründer konkurrieren nicht nur mit den billigen Kunststoff-Versionen, sondern auch mit Herstellern von Papier- oder Glashalmen wie dem Start-up Halm, die ebenfalls versuchen, den Einsatz von Kunststoff zu begrenzen. Aber ist der Trinkhalm nicht völlig überflüssig, weil man das Getränk auch ohne trinken könnte? „Trinkhalme in Gänze zu vermeiden ist natürlich die beste Alternative“, gibt Neumann zu. „Aber viele Restaurants benutzen die Trinkhalme einfach aus Gewohnheit.“

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