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Diese innovative Papieralternative aus Gras schont den Verbrauch von Holz, Wasser und Energie

Ein Unternehmer aus Hennef hat ein neuartiges Papier aus Gras entwickelt. Creapaper spart damit nicht nur Holz, sondern auch Wasser, Energie und viele Emissionen.

Creapaper produziert Papier aus einem bekannten und überall verfügbaren Rohstoff: Gras. Das spart nicht nur Holz, sondern auch Wasser, Energie und Emissionen.

Papier wird bisher traditionell aus Holz hergestellt. Besser gesagt: Aus Holzfasern. Diese Fasern werden in Wasser geflutet und anschließend entwässert, wodurch ein zusammenhängendes Geflecht entsteht. Aufgrund des technischen Fortschritts ist diese Art der Papierherstellung heute nachhaltiger geworden, bleibt aber immer noch wasser- und ressourcenintensiv. Etwa jeder zweite industriell gefällte Baum der Welt wird zu Papier verarbeitet. Deshalb hat Creapaper-Gründer Uwe D’Agnone eine nachhaltigere Alternative zu Holz gesucht – und gefunden.

DIE RESSOURCENSCHONENDE ALTERNATIVE: GRASPAP

Nach verschiedenen Experimenten mit verschiedenen Fasern, versprach die Verwendung von Gras oder Heu die besten Erfolgschancen als Ersatz für Holz. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern wurden unterschiedliche Rezepte auf Papiermaschinen getestet. Das Projekt wurde vom Bundesinstitut für Umwelt finanziert. Das Ergebnis war der Grasfaserrohstoff GRASPAP®, ein Papierherstellungsverfahren, das das primäre Zellstoffgras verwendet.

GEPRESSTE PELLETS WERDEN IN WASSER AUFGELÖST

Zur Herstellung von Graspapier wird Gras zunächst getrocknet und aus Transportgründen zu Pellets gepresst. In der Papierfabrik werden diese Heugranulate dann in Wasser aufgelöst und weiterverarbeitet. Zu Papier, Wellpappe, Pappe oder Karton. Karton von Creapaper besteht beispielsweise derzeit zu 50 Prozent aus Grasfasern. Der Rest ist Altpapier oder neue Holzfasern. D’Agnones Ziel ist langfristig ein Anteil von 65 Prozent Gras.

Creapaper wird aus Gras gemacht
Foto: http://www.creapaper.de

Im Vergleich zur traditionellen Papierproduktion soll die Produktion des Rohmaterials für Graspapier viel ressourcenschonender und umweltfreundlicher sein. Es bedarf daher nicht nur deutlich weniger Wasser und Energie, es wird außerdem auch komplett auf chemische Zusätze verzichtet. Insgesamt erzeugt GRASPAP® mehr als 50 Prozent weniger CO2 als andere Papierprodukte in der Herstellung.

DAS UNTERNEHMEN KOMMT AUS HENNEF, NRW

Uwe D’Agnone hat sich bereits 1990 in Hennef in Nordrhein-Westfalen selbstständig gemacht. Seitdem produziert seine Firma Creapaper umweltfreundliche Werbemittel – zum Beispiel aus Samen und biologisch abbaubarem Papier. Das entwickelte Graspapier soll nun zur zweiten Säule des Unternehmens werden – und die nachhaltigere Alternative zu Papier aus Holzfasern liefern.

Creapaper gewinnt den KFW Award Graspapier
Foto: http://www.creapaper.de

Das entwickelte Graspapier überzeugte auch die Jury des Deutschen Innovationspreises für Klima und Umwelt, mit dem Creapaper den Climate and Environment Innovation Award 2017 gewonnen hat. Zuvor hatte das Unternehmen beim KfW-Preis 2017 auch den Titel des Nationalsiegers gewonnen.

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