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Deutschlands erstes Restaurant mit eigener Salaternte hinter dem Tresen

Im Restaurant GOOD BANK in Berlin-Mitte werden georderte Salate direkt hinter dem Tresen geerntet. GOOD BANK ist das erste Vertical Farming to Table-Restaurant Deutschlands.

Im Restaurant GOOD BANK in Berlin-Mitte werden georderte Salate direkt hinter dem Tresen geerntet. GOOD BANK ist das erste Vertical Farming to Table-Restaurant Deutschlands.

Wie sieht die Ernährung der Zukunft aus? Diese Frage stellen sich Food-Forscher und Innovatoren auf der ganzen Welt. Frischer, gesünder und ausgewogener soll es sein, am besten auch autark und ursprünglich, kreativ und spielerisch, so formuliert es eine neue Avantgarde von Achtsamen, die sich vornehm in den Metropolen westlicher Industrienationen zusammenfindet.

Daluma, Beets & Roots, Fechtner – an nachhaltigen, innovativen und grünen Pop-Up-Restaurants und Food-Stores mangelt es gerade in Berlin-Mitte nicht. Und doch: Mit der im vergangenen Jahr eröffneten Salatbar GOOD BANK in der Rosa-Luxemburg-Straße im Herzen des jungen, pulsierenden Berlins ist die Zukunft der Ernährungsindustrie auf einmal ganz nahe.

BEDÜRFNIS NACH NEUER ERNÄHRUNG EBNET NEUEN GESCHÄFTSIDEEN DEN WEG

Das Bedürfnis nach neuer Ernährung ebnet neuen Geschäftsideen den Weg. So auch für das Berliner Start-up Infarm, das auf hohem technischen Niveau Gemüse unter LED-Licht in geschlossenen Räumen anbaut. Das sogenannte Indoor Farming wird vor allen Dingen in Großstädten zum unaufhaltbaren Trendgeschäft.

Noch moderner wird es nur bei GOOD BANK. Gründerin Ema Paulin und Mitgründer Leandro Vergani haben ein Restaurant konzipiert, dass das Geerntete direkt auf die Teller bringt. Im Restaurant GOOD BANK wird Salat direkt vor den Augen der Gästen aus vertikalen Farmen geerntet und zubereitet. Da staunen die Berliner nicht schlecht, was genau da in den futuristisch strahlenden Vitrinen hinter dem Verkaufstresen vor sich geht. Neugierig sind sie aber allemal.

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Die Idee kam beiden vor knapp einem Jahr. Paulin wollte immer schon gründen; am besten etwas, das etwas zum Anfassen bietet, nicht bloß eine neue Technologie, die niemand greifen kann. Ihr Traum: Ein Restaurant, in dem sie Zutaten für eigene Gerichte direkt anbaut. Nachhaltig und zukunftsrelevant sollte es sein. Sie erarbeitete ein Konzept, dass das Städtewachstum gastronomisch auffängt, zur Lebenseinstellung zunehmend achtsamer Kosmopoliten passt und das Lebensgefühl in Berlin-Mitte verkörpert. Berlins bekannteste Indoor-Farmingtruppe Infarm lieferte schließlich das passende Equipment für die hauseigenen Gewächsanlagen. Seit dem Frühjahr letzten Jahres wird nun im GOOD BANK gegessen.

GOOD BANK: VON DER HAUSEIGENEN GEWÄCHSANLAGE AUF DEN TELLER

Hinter dem Verkaufstresen wachsen nun die ersten Superstar-Salatvariationen. Begonnen wurde mit Salanova Butterhead und Yacht; anschließend kam Chocolate Oak hinzu. Ein seltener Baby-Grünkohl wächst in weiteren vertikalen Farmen außerhalb des Restaurants, dennoch in der Nähe: In Spandau. Der Anbau direkt vor der Nase bietet dem Gast frischeste und aromatischste Gemüsesorten – voller Nährstoffe und ohne Pestizide. Nachhaltig ist vor allen Dingen, dass Transportwege und Logistikaufkommen dramatisch reduziert sind.

Doch ist dieses Konzept nachhaltig genug? Der Energieverbrauch für den Anbau der Salatköpfe selbst ist entspannt: Die gesamte Farming-Anlage kommt am Tag auf dieselbe Bilanz wie die hauseigene Espressomaschine. Nicht zu vergessen, dass GOOD BANK mit dem Konzept einen Schritt Richtung Zukunft macht und auch die Möglichkeit für den Anbau seltener essbarer Pflanzen schafft – dieses Format gibt es in der Form weltweit laut Paulin noch nicht.

Über die eigenen angebauten Variationen hinaus kaufen Paulin und Vergani Obst und Gemüse regional wie saisonal ein. Huhn und Rindfleisch kommen aus artgerechter Tierhaltung und bei der Fischauswahl setzt GOOD BANK auf hochqualitativen Schottischen Lachs. „Bei GOOD BANK sind wir weder dogmatisch noch naive Idealisten. Unser Ziel ist es, Euch lediglich die besten Gerichte zum besten Preis anzubieten und das so transparent wie nur möglich“, so Paulin.

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