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Londons traditionelle schwarze Taxen werden bis 2021 elektrifiziert

Londons traditionelle schwarze Taxen werden elektrifiziert. Eine Flotte von über 9.000 Elektro-Taxen soll bis 2021 auf den Straßen der britischen Hauptstadt unterwegs sein - emissionsfrei.

Londons traditionelle schwarze Taxen werden bis 2021 elektrifiziert. Die Pläne zur Verbesserung der Luftqualität in der britischen Hauptstadt erfordern Handlung. Kritiker der Umstellung sagen, dass die Kosten der neuen Automobile die Fahrer davon abhalten werden, „grün zu werden“.

„Auch Londons Automobile haben eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Luftqualität zu spielen“, so Chris Gubbey, Chef der Londoner Electric Vehicle Company (LEVC). Politisch gewollt ist das auf jeden Fall: Ein neues Gesetz verlangt, dass neu angemeldete Taxen in der britischen Hauptstadt emissionsfrei fahren müssen. Mehr als 9.000 solcher Elektro-Taxen, etwa die Hälfte der derzeitigen schwarzen Flotte, sollen bis 2021 eingetauscht  sein und auf Londons Straßen fahren.

DAS ELEKTRO-TAXI: 130 KILOMETER REICHWEITE MIT EINER LADUNG

Das neue Elektromobil kann 130 Kilometer mit einer einzigen Batterieladung zurücklegen und ist mit einem 1,5 Liter-Benzinmotor für längere Fahrten ausgestattet. Das Filtersystem des Fahrzeugs entfernt zudem schädliche Gase aus der einströmenden Luft und reinigt so den Innenraum von den Abgasen für die Passagiere.

Mit rund £ 55.599 Pfund sind die Taxen aktuell jedoch beinahe 25 Prozent teurer in der Anschaffung als ihr Benziner-Äquivalent. Das Gefährt hat sechs Sitze und kontaktlose Kartenmaschinen, Wifi und USB-Ladefunktion. Laut LEVC spart der neue Motor im Durchschnitt ca. 120 Euro-Kraftstoff pro Fahrzeug pro Woche. Allein durch den Kraftstoff-Ersparnis hat man so die Differenz des Kaufpreises im Vergleich zu einem Benziner nach etwa 4,5 Jahren aufgewogen.

Im vollelektrischen Modus ist das Taxi flüsternd leise. So leise, dass man hört, wie laut der Rest des Verkehrs ist. Aus der Sicht des Passagiers ist die friedliche Fahrt sehr angenehm. An einem kalten Wintermorgen in London, wenn man die dichten Dieselabgase in der Luft riechen und schmecken kann, ist es leicht, die Logik hinter dem neuen Design zu erkennen.

Taxen tragen zum großen Teil zur Stadtverschmutzung bei, nicht nur in London, sondern auch in anderen Städten auf der ganzen Welt – auch in China: Von dort kommt finanzielle Unterstützung für die London EV Company.

DIE LADEPUNKTE SIND STREITPUNKTE

Bedenken werden jedoch, wie so oft, hinsichtlich der geringen Anzahl von elektrischen Ladestationen in der gesamten Hauptstadt geäußert. Ein 18 Mio. Pfund-Programm, mit dem bis zum Ende dieses Jahres 75 Schnellladestationen installiert werden sollen, – die Fahrzeuge in 30 Minuten beladen können – ist angeblich im Verzug.

„Die ganze Sache ist eine Farce, man kann es nicht schaffen“, sagt Steve McNamara, Generalsekretär der Licensed Taxi Drivers Association. Er fügt hinzu: „Wir werden ständig von Informationen über Technologie und Innovation bombardiert, aber wir können nicht einmal ein paar Ladegeräte auf die Straße bringen – welche Chance haben wir also?“

Der Bürgermeister von London, Sadiq Khan, versicherte, dass die Lieferrate für Stromtankstellen „dramatisch“ ansteigen werde. An mehr als 130 Standorten werde derzeit gearbeitet. Es bleibt abzuwarten, wann die neuen Taxen endlich in London fahren.

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