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Deutschland: Erneuerbare Energien erzielen zum Jahresanfang Rekordwert

Ökostrom-Rekord an Neujahr: Rund 95 Prozent des deutschen Strombedarfs sind am 1. Januar 2018 von erneuerbaren Energien gedeckt worden. Der Anteil des Ökostroms lag somit erstmals über 90 Prozent - wenn auch nur zeitweise.

An Neujahr hat es einem Bericht des ZDF zufolge am vergangenen Donnerstag unter Berufung auf die Denkfabrik Agora Energiewende zufolge einen Ökostrom-Rekord gegeben: In Deutschland seien zeitweise am 1. Januar rund 95 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien gekommen. Der Anteil des Ökostroms lag somit erstmals über 90 Prozent – so hoch wie noch nie.

DER HAUPTANTRIEB IST DIE WINDKRAFT

Zwar habe der Rekord nur wenige Stunden angedauert, „aber immerhin: das ist ein gutes Zeichen“, so Patrick Graichen, Agora-Geschäftsführer. Dem Bericht zufolge war der Grund für den Rekord vor allem starker Wind und für wenige Stunden auch etwas Solarstrom. Wie immer an solchen Feiertagen sei außerdem der Stromverbrauch etwas geringer gewesen, da sich die Menschen oft gemeinsam an einem Ort befinden und feiern.

Im Durchschnitt hat der Anteil aus erneuerbaren Energien am Stromverbrauch im vergangenen Jahr 2017 bei etwa 36,1 Prozent gelegen. Mit 88 Prozent wurde dem Bericht zufolge der bisherige Rekord am 30. April 2016 erreicht. Im Vorjahr ist die Produktion des Ökostroms außerdem um ein Fünftel gestiegen und setzt so ein klares Zeichen in der Energiewende.

WINDENERGIE IM HERBST UND WINTER …

Die höchsten Energiewerte erreichten Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen mit rund 16,5 Mrd. kWh im Dezember, gefolgt vom Oktober mit 15,9 Mrd. kWh. In beiden Monaten produzierten vor allem die On- und Offshore-Anlagen den Großteil des Ökostroms. Besonders die zahlreichen Herbststürme haben die Windräder gut angetrieben, erklärte E.ON.

… SOLARENERGIE IM FRÜHLING UND SOMMER

In den Frühlings- und Sommermonaten hat es dagegen in Süddeutschland ausreichend Sonne gegeben. Deshalb haben im Mai, Juli und August die 1,6 Millionen Solaranlagen, die vor allem in den südlichen Bundesländern installiert sind, monatlich rund 5 Mrd. kWh Strom produziert.

DER CO2-AUSSTOSS IST NACH WIE VOR HOCH

Nach einer weiteren Auswertung der Denkfabrik habe der deutsche Treibhausgas-Ausstoß allerdings abermals bei über 900 Millionen Tonnen CO2 gelegen, wie bereits im Jahr 2016, berichtete das ZDF. Zugelegt hat der Ausstoß somit nicht, eine Verringerung oder Besserung der Werte ist allerdings auch nicht abzusehen. Doch bis 2020 ist ein Wert von 750 Millionen Tonnen CO2 angesetzt, – damit muss sich 2018 und 2019 einiges tun.

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