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Garantiert grüne Weihnachten mit diesen Tipps fürs Fest

Das bescheidene Gabenfest Weihnachten ist unlängst zum Höhepunkt der Verschwendungssucht einer gewaltigen Großindustrie geworden. Wo bleibt da Platz für Nachhaltigkeit und Achtsamkeit? Wir haben Tipps für garantiert grüne Weihnachten zusammengetragen.

Das christliche Weihnachtsfest ist in der westlichen Welt zu einem Höhepunkt des gesamten Kalenderjahres geworden. Hinter dem einst religiösen Fest steht heute eine gesamtzivilisatorische Tradition, – mit allem, was dazu gehört. Vom bescheidenen Gabenfest zur Verschwendungssucht einer Großindustrie – wo bleibt da Platz für Nachhaltigkeit und Achtsamkeit? newsgreen.net hat Empfehlungen für garantiert grüne Weihnachten zusammengetragen.

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Foto: Ross Sokolovski / Unsplash

TIPP 1: WENN SCHON TANNE, DANN BITTE AUS DER REGION

Dem Weihnachtsfest einzigartig ist sein Weihnachtsbaum, der in den meisten deutschen Haushalten Einzug hält. Die meisten Weihnachtsbäume kommen von Tannenplantagen aus Skandinavien, Osteuropa oder Irland. Neben den ökologisch schädlichen langen Transportwegen gibt es inzwischen noch andere Gründe, nach Alternativen zu suchen: Bei der Turbo-Aufzucht von Weihnachtsbäumen entstehen durch Düngung Gifte, die Boden und Gewässer verschmutzen und den Grund somit auch für andere Vegetation zerstören. Wer sich einen Weihnachtsbaum zulegen will, sollte darum darauf achten, regionale Anbieter zu unterstützen. Besser als einen abgeschlagenen Baum im eigenen Heim austrocknen zu lassen, ist die Pflege einer Jungtanne mit ganzen Wurzeln, die nach dem Weihnachtsfest wieder in die Erde gebracht werden kann. Hierfür ist jedoch penibel auf eine kühle Temperatur zu achten.

Alternativ kann ein Baum auf Kunststoff angeschafft werden, die inzwischen auch optisch etwas hermachen und durch ihre Wiederverwertbarkeit langlebig sind. Am ökologischsten ist selbstredlich der komplette Verzicht auf einen Tannenbaum zu Dekorationszwecken.

TIPP 2: HAGEBUTTEN UND WALNÜSSE ALS NATÜRLICHER BAUMSCHMUCK

Was wäre ein traditioneller Christbaum ohne den passenden Schmuck? Weihnachtsbäume, die ohne Plastikdekoration wie Lametta, Kugeln oder Sterne auskommen, sparen Müll. Kahl sieht der Baum aus der Region aber oftmals auch nicht ganz formvollendet aus.

Schön ist natürlicher und klassischer Baumschmuck wie leuchtend roten Hagebutten oder Blaubeeren, Walnüssen, getrockneten Äpfeln oder anderen Früchten, vielleicht Stroh, farbigem Wollbaum oder Gebäck. Mit Aquarellfarben können verschiedenste natürliche Materialien zusätzlich bemalt werden.

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Foto: Annie Spratt / Unsplash

TIPP 3: DEM VERPACKUNGSWAHN ZUM FEST EIN ENDE BEREITEN

Zu kaum einem Zeitpunkt im Jahr wird verschwenderischer verpackt und ausgepackt als zur weihnachtlichen Bescherung. Dabei gilt: Keine Verpackung macht weniger Müll als irgendeine Verpackung.

Wer aus Überraschungsgründen dennoch nicht auf Verpackungen verzichten will, kann auf das Prinzip Recycling setzen. Geschenke in Zeitungspapier und Papiertüten sehen zumeist sowieso eleganter aus, als mit Glanz überzogenes Geschenkpapier, das obendrein zumeist noch in Plastik eingeschweißt ist. Noch kreativer sind wertigere Verpackungen aus Stoff, Dosen oder Kartons. Wer ein winziges Basteltalent hat, kann seine Geschenke somit obendrein noch aufwerten und schenkt zusätzliche Liebesmüh.

Verzieren kann man das Ganze wiederrum mit allem, was sich auf Waldwegen finden lässt (mit dem Vorteil, dass man auch einmal aus dem Haus kommt): Zweige, Zapfen, Nüsse, getrocknete Früchte und Blätter.

TIPP 4: DER ÖKOLOGISCHE FUßABDRUCK DES WEIHNACHTSGESCHENKS 

Das richtige Weihnachtsgeschenk zu finden ist nicht so einfach. Nicht nur, dass man verschiedenen Geschmäckern gerecht werden muss, – man darf auch auf Qualität und Langlebigkeit achten. In Second-Hand-Läden und auf Flohmärkten sind oftmals wahre Schätze zu finden. Zugleich ist der adventliche Zeitvertreib an diesen Orten oftmals auch ein Geschenk für den Schenkenden selbst.

Doch auch bei wiederverwendeten Geschenken darf auf den ökologischen Fußabdruck der Objekte geachtet werden: Sind die Lieferketten transparent und überschaubar? Werden durch den Geschenkkauf Transportkosten und Emissionen weitestgehend vermieden? Sind umweltschädliche Materialien und chemische Stoffe Bestandteil des Geschenks? Unterstützt der Geschenkkauf faire Arbeitsbedingungen und lokale Händler?

Wer jemanden beschenken will, den er nicht gut kennt, läuft immer Gefahr, mit seinem Geschenk zu enttäuschen. Im schlimmsten Fall landet das Geschenk dann nicht selten direkt im Müll. Um das zu vermeiden, kann es nicht schaden, den Beschenkten direkt zu fragen, was er sich wünscht. Eine Wunschliste verhindert nicht nur persönlichen Frust, sondern ist auch ein Dienst an der Umwelt. Wer aus welchem Grund auch immer nicht fragen kann: Ein Geschenkgutschein schadet selten.

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Foto: Ben White / Unsplash

TIPP 5: FÜR MENSCHEN, DIE EIGENTLICH SCHON ALLES HABEN

Wer offen damit umgeht, dass er eigentlich schon genug besitzt und nichts mehr gebrauchen kann, verdient Anerkennung. Derjenige weigert sich, sich der westlichen Konsumsucht anzuschließen und jedes weitere Jahr bis zum Nimmerleinstag Geschenke im Keller zu stapeln. Für diese Menschen ist eigentlich nur eines gut genug: Schenke Dich selbst! Weil viele Menschen ihren Alltag inzwischen so sehr verplant haben, dass kaum Zeit für ein gemeinsames Abendessen, einen Ausflug, einen Theaterbesuch, ein Frühstück, eine Radtour oder einen Spaziergang bleibt, heißt das nicht, dass sie das nicht ersehnen. Im Gegenteil: Zeit ist unter Arbeitnehmern und jungen Leuten gleichermaßen ein rares Gut geworden. Schenke sie.

TIPP 6: NICHT NUR AN WEIHNACHTEN ETWAS GUTES TUN

Zum Fest der Liebe kann man auch bewusst anderen, bedürftigen Menschen etwas schenken. Über die Organisation Oxfam lassen sich zum Beispiel verschiedenste Sach- und Geldspenden schenken. Auch Greenpeace, Amnesty International oder MSF bieten zu Weihnachten sogenannte Spendengutscheine an, mit denen man einfach ein bisschen Freude an Menschen verschenkt, die man sonst nie erreichen würde. Vor allem zu Weihnachten, – aber nicht nur an Weihnachten! -, eine schöne Geste.

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