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Franzosen werben US-amerikanische Klimaforscher mit Anti-Trump-Witzen ab

"Make our Planet Great Again" heißt es auf einer französischen Website, die Wissenschaftler mit Klima- und Umweltbezug nach Frankreich rekrutieren möchte.

„Make our Planet Great Again“ heißt es auf einer französischen Website, die Wissenschaftler mit Klima- und Umweltbezug nach Frankreich rekrutieren möchte. Macron richtet sich damit ganz bewusst auch an US-amerikanische Forscher, deren Arbeit durch die Administration Trump keine Würdigung erfährt.

Der französische Präsident Emmanuel Macron ist nicht defensiv: Mit einer Parodie auf Donald Trumps Wahlslogan „Make America Great Again“ möchte Frankreich Wissenschaftler und junge Akademiker anwerben, die sich explizit mit der globalen Erwärmung auseinandersetzen. Die Ähnlichkeit von „Make our Planet Great Again“ zum geflügelten Wort des US-amerikanischen Präsidenten Trump ist kein Zufall: Mit dem Fokus auf den ganzen Planeten möchte Frankreich dem Klimawandel den Kampf ansagen und sich von der Position der Vereinigten Staaten explizit und deutlich abgrenzen.

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Foto: Unbekannt / Macron und Trump in der Elbphilharmonie in Hamburg

FRANKREICHS MACRON IST DER ANTI-TRUMP

Der von der britischen BBC bereits als “Anti-Trump” bezeichnete Macron ruft mit einem Einspieler auf der Website, die man unter http://www.makeourplanetgreatagain.fr erreichen kann, auf Englisch auf, sich den Bestrebungen Frankreich anzuschließen und noch vielmehr: nach Frankreich zu immigrieren. Das offensichtlich ernst gemeinte Angebot zielt besonders auf Umweltwissenschaftler und Ingenieure aus den USA ab, und richtet sich an jene, die „mit der Skepsis ihrer Regierung über den Klimawandel konfrontiert werden“.

SPITZENFORSCHER DREHEN AMERIKA BEREITS DEN RÜCKEN

Konkret wirbt Macron mit den französischen Einrichtungen La Sorbonne oder Paris-Saclay und bezeichnet Frankreich als den Dreh- und Angelpunkt für Wissenschaft, Technologie und Fortschritt. Dabei wendet sich Frankreich mit völlig anderer Herangehensweise an die Zielgruppe, als die USA es machen: Im Silicon Valley hat man bereits Sorge, dass die hellsten Köpfe und vielversprechendsten Forscher Amerika als möglichem Forschungsort den Rücken kehren werden, da Reiserestriktionen und Beschränkungen bei Immigrationsprozessen in den letzten Wochen dazu geführt haben, dass die Zahl der Neuankömmlinge zurückging.

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